Aus dem 21 Bürgerinnen und Bürger des Marktes Steinwiesen umfassenden „Männer- und Frauenverein des Deutschen Roten Kreuzes“, der sich in diesem Orts zusammengefunden hatte, formierte sich am 01. Oktober 1937 die erste aktive Sanitätseinheit unseres Gemeindewesens.
Klein war das Häuflein dieser „Sieben Aufrechten“, welche zusammen mit Dr. Max Schwaab, unserem verdienstvollen Ehrenbürger, die Keimzelle der folgenden Entwicklung bildete. Nur drei Namen der sieben Gründungsmitglieder sind uns durch die Kriegswireen hindurch überkommen. Es waren dies: Michael Michel, Josef Müller und Andreas Simon. Diese aufrechten Männer sollen uns immer Vorbild und Verpflichtung sein.
An Kopfzahl zu gering, eine eigenständige Rot-Kreuz-Einheit bilden zu können, wurden die Steinwiesener zu jener Zeit in der Kolonne Kronach mitgeführt. Im Jahre 1947, zehn Jahre nach der Gründung, bildeten dann 15 Mann unter dem Zugführer Andreas Simon einen Sanitätszug im nunmehrigen Bayerischen Roten Kreuz. Dieser war der Sanitätskolonne Nordhalben angegliedert.
Seine Selbstständigkeit erhielt der Sanitätszug von Steinwiesen unter der Ära des Zuführers Josef Müller im Jahre 1949. Die Rot-Kreuz-Arbeit der beiden verdienten Gründungsmitglieder trug nun schnell reiche Frucht; denn schon zwei Jahre später, 1951, bildeten 35 Helfer eine selbständige Sanitätskolonne. Josef Müller hatte die Freude, als erster Kolonnenführer diese große Ereignis mitbegehen zu können.